Und wenn ich nicht nur Gemüse grillen möchte?
Auch Seitan, Tofu oder Tempeh sowie verschiedene Käsesorten aus Kuh-, Ziegen- oder Schafmilch lassen sich gut grillen. Vor allem festere Käsesorten wie Halloumi eignen sich für das Garen direkt auf dem Rost und trumpfen mit leckeren Röstnoten. Weichkäse wie Feta hingegen würde auf dem Rost zerlaufen und sollte daher in einer Grillpfanne oder einem Grillschälchen zubereitet werden.
Tofu, ein weiterer vegetarischer Grillklassiker, steht leider oft im Verdacht, fade und langweilig zu schmecken. Aber auch dieser lässt sich – ebenso wie Gemüse – mit der richtigen Marinade sehr gut aufpeppen. Ein Tipp für die Zubereitung: Achten Sie darauf, dass Sie alles überschüssige Wasser aus dem Tofu herauspressen. Sie können ihn in ein sauberes Küchentuch wickeln und mit ein paar dicken Büchern beschweren. Profis haben eventuell sogar eine Tofupresse zur Hand.
Was muss ich beim Grillen beachten?
„Vor dem Grillen muss das Gemüse in kleine Stücke geschnitten werden, vor allem, wenn man es roh grillen möchte“, rät Küchenchef Moritz Mainz. Bei einigen Gemüsesorten, wie Kartoffeln oder Blumenkohl, lohnt es sich jedoch, das Gemüse vorher zu blanchieren. So benötigt es nicht mehr allzu lange auf dem Grill, um gar zu werden und man verhindert, dass es von außen verbrennt, bevor es den richtigen Garzeitpunkt erreicht hat. Außerdem sollte das Gemüse, um gleichmäßig zu garen, mit einer möglichst großen Oberfläche auf dem Grillrost liegen.
„Und nicht jedes Gemüse gart gleich schnell“, erklärt Mainz weiter. „Tomaten oder Pilze sind viel schneller fertig als Karotten oder Paprika. Machen Sie sich also einen groben Zeitplan und legen Sie Ihr Gemüse erst nach und nach auf den Grill.“ Ein letzter Profitipp: „Behalten Sie die Temperatur im Blick und grillen Sie empfindliches Gemüse nicht auf zu großer Hitze.“