Im Innenraum fühle ich mich sofort wohl. Das große Display hat fast die Größe eines Laptop-Bildschirms, ist aber sehr übersichtlich – wie eigentlich alles hier drin. Kein Schalter-Tohuwabohu, stattdessen die überraschende Funktion, den Himmel per Slider lichtdurchlässig oder milchig zu machen. „Das begeistert vor allem die Kinder“, sagt Sylvia und wischt über die entsprechende Taste. Bei den Erlebnisfahrten hat sie manchmal komplette Familien an Bord, junge Frauen, ältere Menschen – das Publikum ist bunt gemischt. In grünen Buchstaben leuchtet das Wort „Ready“ im Display vor mir auf. Das bedeutet, dass der Motor bereit ist. Eine wichtige Info, schließlich höre ich den Motor nicht, nachdem ich zum Starten die Bremse betätigt und den Schalthebel auf D positioniert habe. Wir sind startklar – ich auf dem Fahrersitz, Sylvia auf dem Beifahrersitz. Ein bisschen fühle ich mich wie damals in der Fahrschule – nur dass es diesmal keine zweite Pedalerie gibt.
Mit einem leisen Summen stromern wir los. Die Strecke der Erlebnisfahrt ist rund 15 Kilometer lang. Mit bestimmter, aber höflicher Art dirigiert sie mich durch die verschiedenen Fahrmodi, etwa von D nach B, das für Rekuperation steht und bedeutet, dass maximale Energiegewinnung im Fokus steht und die Reichweite damit steigt. Ich merke, wie der ID.7 verzögert. „Das ist ein bisschen Geschmackssache, ob man lieber in D segelt oder in B Wert auf die Rekuperation legt“, sagt Sylvia. Was bei allen Fahrmodi gleich ist: das Gefühl, wenn man aus dem Stand voll auf das Gaspedal drückt und beschleunigt. „Das ist für viele das Highlight“, weiß Sylvia aus Erfahrung. Auch beim Überholen überrascht mich die sofortige Beschleunigung aus dem Nichts. In meiner Magengegend macht sich das gleiche Gefühl breit wie nach einer Achterbahnfahrt. Ich habe das andere Auto schon längst hinter mir gelassen, hätte längst wieder auf meine Spur fahren können, doch mein Gehirn kommt nur verzögert mit.