Nervenkitzel in 50 Metern Höhe
Die gläsernen Fahrzeugtürme sind Wahrzeichen der Autostadt. Die Wenigsten wissen, dass es für Notfälle einen spektakulären Rettungsweg von ihrem Dach zurück auf den Boden gibt.
Die langsam rotierenden Blumenkästen mit saisonal wechselnden Blüten sind eines der beliebtesten Fotomotive der Autostadt Parklandschaft. Ólafur Elíasson, der dänische Künstler, der den Dufttunnel einst entwarf, gab der Kunstinstallation vor, welche Blumen von Frühling bis Herbst dort ihren Duft versprühen. In den kalten Monaten folgt der alljährliche Abbau des Kunstwerks, gefolgt vom Transport in sein Winterquartier in der Nähe von Wolfsburg.
Beim Metallbauunternehmen Vetterkind werden die einzelnen Teile überprüft, frisch lackiert und wo nötig instandgestzt. Steht der Frühling an, kehrt alles wieder nach Wolfsburg zurück, was bei den tonnenschweren Bauteilen jedes Mal ein kleines Abenteuer ist, den der Tunnel auf Schwertransportern mit Polizeieskorte zurücklegt. Zurück in der Autostadt treffen auch die neuen Frühlingsblumen aus der Gärtnerei Floragarten in Wolmirstedt bei Magdeburg ein.
Auch in diesem Frühling blüht zum Auftakt der Goldlack im Dufttunnel und belohnt alle Gäste der Autostadt, die es nun wieder zum Flanieren in den Park lockt, mit seinen süßen Aromen. Das Jahr über folgen darauf Hornveilchen, Vanilleblumen und zum Abschluss Lavendel.
Nachdem die knapp 20 Tonnen schweren Bauteile an ihrem angestammten Platz wieder zusammengebaut sind, bewältigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autostadt und ihre Dienstleister für die Außenanlagen in einer einzigen, intensiven Nachtschicht die Neubestückung der 2160 Pflanztröge. Die Belegschaft absolviert den Austausch mit geübter Routine. In den frühen Morgenstunden nimmt der Tunnel seine gewohnte Drehung wieder auf und fängt an, seinen bekannten Duft im Park zu verbreiten.