Zurück in das Getümmel des Eisstadions. Bei der Suche nach schönen Szenen und Geschichten geht es für die Young TV Crew um mehr als ein paar schnelle Impressionen. Wer professionell berichten will, muss bei den Fakten bleiben, korrekt zitieren und Persönlichkeitsrechte respektieren. Auch eine professionelle Distanz will gelernt sein. Ein Jahr lang hat Lene die Nähe zu den Grizzlys Wolfsburg genossen. Sie macht kein Geheimnis daraus, Fan des DEL-Vereins zu sein. Trotzdem ist es der Gymnasiastin gelungen, die nötige Neutralität zu bewahren. „Ich hätte bei den Heimspielen oft gerne mitgejubelt. Aber das wäre als Berichterstatterin unprofessionell gewesen“, weiß Lene.
Im Laufe der Monate hat sich die Young TV Crew erfreulich weiterentwickelt. Zwischen ihren Mitgliedern sind Freundschaften entstanden. Das Selbstbewusstsein bei Auftritten in der Öffentlichkeit ist gewachsen. Und im Dialog mit Eishockeyspielern aus aller Welt wurde schnell deutlich, was ein gutes Miteinander möglich macht. „Interviews machen mir am meisten Spaß. Und ich bin dabei sicherer geworden – auch auf Englisch“, berichtet Vivienne. Als ihr im Gespräch mit Grizzlys-Verteidiger Ethan Prow das Fachvokabular fehlt, hilft der US-Amerikaner gerne mit den passenden Wörtern. Offenheit statt Verschlossenheit – das war für die Young TV Crew der Schlüssel zu guten Gesprächen und Interviews.