Die Erfolgsgeschichte des VW Käfers beginnt nicht mit seiner Serienproduktion, sondern mit einem kaum bekannten Prototyp, dem Porsche Typ 32. Fast ein Jahrzehnt bevor der erste Käfer auf die Straßen rollte, arbeitete Ferdinand Porsche im Auftrag der NSU Motorenwerke an einem Fahrzeug, das die Idee eines erschwinglichen, alltagstauglichen Familienwagens erstmals greifbar machen sollte.
Schon in den 1920er-Jahren formulierte Porsche, damals Chefkonstrukteur bei Daimler, die Idee eines Volksautomobils: ein Wagen für vier Personen, windschnittig, robust und bezahlbar. Mit der Entscheidung Porsches, sich selbstständig zu machen, änderten sich auch seine Möglichkeiten für die Weiterentwicklung seiner Vision. Porsche beginnt die Zusammenarbeit mit der Firma Zündapp, für die sie einen Prototypen herstellen. Doch aufgrund der hohen Investitionssumme kommt es zuerst nicht zu einer Serienfertigung. Erst mit der Kooperation Porsches und dem „NSU R-Rad Vereinigte Fahrzeugwerke AG“ kommt der Durchbruch für den Typ 32. In Rekordzeit liefert das Porsche-Konstruktionsbüro Entwürfe für ein Mittelklassefahrzeug mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor im Heck, charakteristischer Käferform und innovativer Drehstabfederung, technische Merkmale, die später Markenzeichen des Käfers werden sollten.