Vom Polo zum ID. Polo: Geschichte einer Transformation
In der Autostadt treffen fünf Jahrzehnte Polo-Historie auf die elektrische Zukunft von Volkswagen. Wie ein vertrautes Modell zum Symbol einer neuen Ära wird.
Die Geigenfeige, die ihren Namen der Form ihrer Blätter verdankt, ist ein robustes Gewächs. Die große Zierpflanze kommt mit wenig Licht aus, Zugluft stört sie nicht weiter. Damit ist sie bestens geeignet für die Piazza des Konzernforums, das Herzstück der Autostadt. Denn die weitläufige Eingangshalle mit den hohen Glastüren ist zwar von Licht durchflutet. Doch nur wenig davon ist für Pflanzen verwertbar. Dazu kommen im Winter regelmäßig kalte Luftstöße, wenn die Türen geöffnet werden. Den bis zu sechs Meter hohen Exemplaren der Zierpflanze, die seit kurzem auf der Piazza stehen, macht all das augenscheinlich wenig aus – sie gedeihen hier prächtig.
Die grünen Inseln sind eins der auffälligsten Anzeichen dafür, dass die zentrale Piazza gerade neu gestaltet wurde. Dazu kommen etwa auch attraktive Sitz- und Verweilmöglichkeiten, Podeste für Fahrzeugpräsentationen sowie eine große Medienwand. „Die Autostadt und die Bedürfnisse der Gäste verändern sich kontinuierlich“, berichtet Britta Snatzke aus der Park- und Gastronomieentwicklung im Creative Office, die als Projektleiterin für die Weiterentwicklung verantwortlich war. Mit dem neuen Gestaltungskonzept, an dem seit etwa zwei Jahren gearbeitet wurde, schafft die Autostadt nunmehr ein neues Angebot an einem bekannten Ort.
Das Tor zur Autostadt
„Dieser Ort ist das Tor zur Autostadt – hier heißen wir unsere Gäste willkommen“, erklärt Britta Snatzke. So schauen hier neugierige Stammgäste immer wieder einmal vorbei, Menschen auf dem Weg in eins der Restaurants überqueren den Platz ebenso wie Abholerinnen und Abholer auf dem Weg zu ihrem neuen Auto. Jeder kann hier kurz ankommen und durchatmen, bevor es auf die Entdeckungsreisen durch die Autostadt geht. Die Weiterentwicklung der Piazza sollte für all diese unterschiedlichen Besucher die Aufenthaltsqualität steigern, die Abläufe vor Ort optimieren sowie die Orientierung verbessern. Zudem bot sich dieser zentrale Eingangsbereich der Autostadt an, um neue Fahrzeugmodelle zu präsentieren, die bislang vor allem in den einzelnen Markenpavillons gezeigt wurden.
Auf der Piazza finden sich daher nun Podeste für regelmäßig wechselnde Fahrzeugpräsentationen neben immer grünen Pflanzeninseln. An mehreren Orten dazwischen bieten lange Bänke aus Eichenholz ausreichend Platz für eine 20-köpfige Schulklasse beim Mittagssnack oder für eine Pause von Ruhebedürftigen. Die Sitzgelegenheiten sind individuell für ihren jeweiligen Standort geplant und genau auf die Bedürfnisse der Gäste und des Ortes abgestimmt – bis hin zur Rundung der Kanten, die auf größtmöglichen Sitzkomfort optimiert wurde. Alle verwendeten Materialien sind gleichermaßen optisch ansprechend, robust und haltbar, um den hohen Besucherzahlen standzuhalten. Und über allem schwebt eine 9,60 Meter mal 5,40 Meter große LED-Wand, die als aktives Gestaltungselement die Atmosphäre verstärken oder auch Veranstaltungsankündigungen und aktuelle Informationen ausspielen kann.
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Aufenthalt, Erlebnisse, Information
Durch die neuen Elemente ist die gesamte Piazza nun in Zonen gegliedert, die zum Aufenthalt oder zu Erlebnissen einladen. Die Podeste oder Sitzgelegenheiten lassen sich bei Bedarf verschieben oder zurückbauen, sodass die Piazza als Fläche für Veranstaltungen oder Konzerte nutzbar ist. Im Zentrum steht weiterhin das Globenfeld, das sich von den umliegenden Sitzmöglichkeiten aus in Ruhe betrachten lässt.
Durch das eher ruhige und zurückhaltende neue Farbkonzept kommt der großzügige Raum ebenso zu Geltung wie die einzelnen Module und Elemente auf der Fläche. Die Neugestaltung hat offensichtlich ihr Ziel erreicht: Die Piazza hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt im Herzen der Autostadt entwickelt. „Wir haben einen Ort geschaffen, an dem man gern zusammenkommt und an dem man gerne auch etwas länger bleibt als eigentlich notwendig“, sagt Britta Snatzke.