Bei seiner Begutachtung in der Scheune enthüllt ein näherer Blick des Schweizer Autohändlers Erstaunliches. Statt einer für das Modell üblichen Ausstattung, befindet sich unter der Motorhaube des Fahrzeugs eine Technik, die sonst in dieser Zeit eigentlich nur in den Rennwagen, aus den Schmieden von Ferrari und Maserati verbaut ist. Der Fachmann ist verblüfft. Warum rüstet man die als Firmenwagen angemeldete Limousine derart sportlich aus? Hat die Aurelia früher Rennen bestritten? Aber warum schlummerte ein solches Liebhaberstück dann jahrzehntelang ungepflegt in einem Schuppen?
Selbst die Dokumente werfen Rätsel auf. Die Erstzulassung ist auf das Jahr 1951 datiert, doch die Fahrzeugpapiere, angeblich aus erster Hand, stammen von 1965. Da der Autohändler nicht die nötige Expertise zur Restaurierung der Aurelia besitzt, entschließt er sich, den seltenen Wagen in die Hände von Spezialisten zu übergeben.