Welche Bäume gibt es in der Autostadt?

Wieso, weshalb, warum? In unserer neuen Serie gehen wir künftig spannenden Fragen rund um die Autostadt auf den Grund. Den Auftakt macht ein Blick ins grüne Herz des Parks: Welche Bäume gibt es hier eigentlich und welche besondere Bedeutung haben sie?
Text: David Lütke
FOTOS: Julia NImke / Maximilian Virgili / Jewgeni Roppel / Janina Snatzke / Jan Welchering
13.02.2026

Wo einst eine Industriebrache lag, erstreckt sich heute eine ganz bewusst komponierte Oase. Die 28 Hektar große Parklandschaft der Autostadt basiert auf den Prinzipien eines japanischen Gartens: abgestimmt, kontrastreich und sinnlich.

Der Star im Ensemble: Die Kiefer

Jede gute Geschichte hat einen Hauptdarsteller. In der Autostadt ist das die heimische Kiefer (Pinus sylvestris). Sie wurde nicht zufällig ausgewählt, sondern nach Feng-Shui-Prinzipien als „Leitbaum“ bestimmt. Mit ihrer robusten Art und ihrem immergrünen Kleid symbolisiert sie Langlebigkeit, Stärke und Anpassungsfähigkeit. Eigenschaften, die eine subtile Brücke zur Welt der Automobile schlagen. Die Kiefern, gepflanzt auf den fließenden Hügeln vor den beiden Türmen, prägen das Bild des Parks und schaffen eine Atmosphäre von Beständigkeit und Ruhe.

Eine charmante Idee der ursprünglichen Planung war es, jedem Markenpavillon einen eigenen Hausbaum zuzuordnen, der die Herkunft oder den Charakter der jeweiligen Marke widerspiegelt. So stand eine stolze Eiche für das britische Flair von Bentley, eine temperamentvolle Esskastanie für Lamborghini in Norditalien und eine Linde für Škoda aus Böhmen. Zwar wird dieses Konzept heute nicht mehr ganz so konsequent durchgehalten. Architektur und Natur gehen aber in der Autostadt weiterhin Hand in Hand und stecken voller Bedeutung. Der Volkswagen Pavillon wird von Birken flankiert, die für den Frühling stehen, während eine massive Buche die Robustheit der Nutzfahrzeuge symbolisiert.

Ein lebendiges Kunstwerk

Doch die Bäume sind nicht allein. Neben den Leit- und Hausbäumen bereichern zahlreiche weitere Arten wie Platanen, Sumpfzypressen, die im Frühling leuchtende Felsenbirne oder der duftende Blauregen das Bild. Ein Team von rund 40 Gärtnerinnen und Gärtnern, unterstützt von solarbetriebenen Mährobotern, pflegt das ganze Jahr über ein komplexes Ökosystem. Verschiedene Blühkreise mit saisonal wechselnden Pflanzen wie Blumen und Gräsern setzen Farbtupfer, ein Meer aus Präriegräsern wiegt sich im Wind und an den Ufern der Wasserflächen gedeihen Sumpfiris, Blutweiderich, Teichrosen und Schwanenblumen. Besondere Bereiche wie der Sonnengarten am ehemaligen Lamborghini Pavillon oder die Apfelbäume mit alten, regionalen Sorten im California Park unterstreichen den Fokus auf Sinnlichkeit und Nachhaltigkeit.

Diese naturnahe Gestaltung ist kein Zufall. Sie ist Teil einer Strategie, die Biodiversität zu erhöhen und Lebensräume für Insekten, Kleintiere und Vögel zu schaffen, etwa durch die bewusste Verwendung bienen- und insektenfreundlicher Pflanzen und die Förderung natürlicher Nahrungshabitate. Stichwort Bienen: Der köstliche Honig, den die Bienenvölker bei uns in der Autostadt produzieren, ist übrigens auch bei uns im moment! Marken und Erlebnis-Shop erhältlich.

Gemeinsam Bäume entdecken

Die Bäume, die Installationen und die naturnah gestaltete Topografie mit ihren verschlungenen Wegen beweisen: Die Parklandschaft der Autostadt ist nicht einfach eine Kulisse für die Markenpavillons. Sie lädt zum Entdecken ein, schafft immer neue Blickwinkel und verbindet die Welt der Technik mit der Kraft der Natur. Macht euch doch im Frühling mal auf, um die verschiedenen Teile des Parks und der unterschiedlichen Bäume zu erkunden. Eine Idee für Familien mit Kindern: Mit Stift und Papier lassen sich die verschiedenen Muster der Rinden und Blätter abpausen und als kleines Entdeckerheft sammeln.